Informationen zur Trinkwasserqualität

7. Februar 2020

Chlorothalonil – Weitere Informationen zur Trinkwasserqualität in der Gemeinde

Mit der Medienmitteilung vom 4. Februar 2020 hat der Gemeinderat informiert, dass Abklärungsbedarf betreffend dem Chlorothalonilgehalt bzw. dessen Abbauprodukte (Metabolite) im Trinkwasser besteht. Der Artikel in der BernerZeitung vom 6. Februar 2020 hat den Gemeinderat dazu bewogen, noch detaillierter zu informieren:

 

Im Zusammenhang mit den neuen Grenzwerten (0.1 Mikrogramm/l) der Abbauprodukte und dem Verbot zur Anwendung des Pflanzenschutzmittels ab 1. Januar 2020 wurden im Januar 2020 die letzten Messungen vom November 2019 im Detail analysiert.

Unsere Wasserversorgung wird durch zwei Grundwasserfassungen und einer Quellfassung sichergestellt. Bei den Grundwasserfassungen/Pumpwerken wurden folgende Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt:

Messergebnis Grundwasserfassung/Pumpwerk Hettiswil: 0.23 Mikrogramm/l

Messergebnis Grundwasserfassung/Pumpwerk Lindenfeld: 0.17 Mikrogramm/l

 

Bei den Quellen im Gebiet Strickhalde erfolgte keine Beprobung im Hinblick auf die nun neu verbotenen Metaboliten. In diesem potentiellen Einzugsgebiet erfolgte keine landwirtschaftliche Bewirtschaftung und somit waren keine Rückstände zu erwarten.

 

Als Sofortmassnahme empfiehlt der Kanton, das Wasser mit unbelasteten Bezugsorten zu mischen oder, wenn möglich, die betroffenen Fassungen vom Netz zu trennen.

Die durch die Vermischung von Grundwasser und Quelle erreichte aktuelle Wasserqualität kann noch nicht beurteilt werden. Eine Austrennung der Fassungen Hettiswil und/oder Lindenfeld würde zu einer Unterversorgung führen, da wir rund 2/3 von unserem täglichen Bedarf (rund 600 m3) aus dem Grundwaser beziehen.

In Absprache mit dem Kanton wird nun eine detaillierte Beprobungsplanung erarbeitet. Ziel ist, Messwerte vorliegen zu haben, welche Witterungsverhältnisse, Bodenschaffenheit und –bearbeitung und weitere Faktoren berücksichtigt. Konkrete Aussagen zu den Messresultateten werden voraussichtlich im Herbst 2020 möglich sein. Notwendige Massnahmen können dann daraus abgeleitet werden.

 

Es ist jedoch dem Gemeinderat wichtig zu bestätigen, dass gemäss Angaben von Bund und Kanton keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung besteht. Das Trinkwasser kann weiterhin konsumiert werden. Weitere Informationen dazu liefert auch die Sendung Regionaljournal Bern-Freiburg-Wallis vom 6. Februar 2020 (https://www.srf.ch/sendungen/regionaljournal-bern-freiburg-wallis/wasserversorger-prueft-haftungsklage-gegen-den-bund).

 

Der Gemeinderat wird nach Vorliegen von neuen Erkenntnissen wieder informieren.